KFO-Behandlung

Die internationale Wissenschaft hat im Fachbereich der Kieferorthopädie Erkenntnisse gewonnen über den Wachstumsverlauf in der Kieferentwicklung und in der Zahnstellungsentwicklung. Universitäre Forschung hat unterschiedliche Konzepte für kieferorthopädische Behandlungen hervorgebracht. Die unterschiedliche Gewichtung einzelner Faktoren führt zu sehr verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten (Behandlungskonzeptionen) und damit auch zu sehr unterschiedlichen Behandlungsergebnissen.

International erfolgreiche Behandlungskonzeptionen sind nur dadurch zu führenden Fachstandards geworden, indem sie die technischen Möglichkeiten auf die individuelle Kieferwachstumsentwicklung und auf die individuelle Zahnentwicklung des Patienten abgestimmt haben.

Eine umfassende und erfolgreiche kieferorthopädische Behandlung muss bei nicht ausgewachsenen Patienten auch die nach der Behandlung noch fortschreitende Wachstumsentwicklung und die damit verbundene Neigung zur Veränderung in Richtung der ursprünglichen Zahnfehlstellung berücksichtigen. Nur dadurch können spätere Zahnstellungsveränderungen weitestgehend vermieden werden.

Ausserdem sollten funktionelle Belastungsfaktoren, die auch über das Wachstumsende hinaus weiterwirken und dadurch zu einer ständigen Veränderungstendenz führen, berücksichtigt und nach Möglichkeit behandelt werden.

Wussten Sie, dass…

heutzutage die meisten Menschen Pressen und Knirschen, ohne es zu bemerken und es dadurch eine ständige meist langsam verlaufende Veränderung der Zahnstellung gibt?

bei ausgeprägten Unterkiefer-Rücklagen im späteren Alter eine erhöhte Gefahr für nächtliche Schlafstörungen vorliegt (obstruktiver Schlafapnoe). Eine Aktivator-Headgear – Behandlung nach Teuscher (Universität Zürich) kann bei rechtzeitiger Therapie in der Wachstumsphase das Apnoe-Risiko vermindern.

Wir bieten verschiedene Behandlungstechniken nach nationalen und internationalen Fachstandards.

Jegliche Technik kann auf die individuellen Wünsche abgestimmt werden. Besonderen Wert legen wir auf non-invasive und gewebeschonende apparative Techniken mit Schwerpunkt auf die Vermeidung von „Ziehen bleibender Zähne“. Hierbei können die Behandlungen mit abnehmbaren oder festsitzenden oder mit einer Kombination von abnehmbaren und festsitzenden Apparaturen durchgeführt werden.

Da sich viele Zahnfehlstellungen bereits frühzeitig erkennen lassen, können wir – mittels den Zahnwechsel begleitenden Maßnahmen – die Keimlageentwicklung der später durchbrechenden bleibenden Zähne entlasten und oftmals dadurch aufwändige spätere Behandlungsmaßnahmen vermeiden.

  • Non-Invasive Behandlungstechnik
  • Gewebeschonende Apparaturen
  • Vermeidung von „Ziehen bleibender Zähne“
  • Korrektur der Keimlageentwicklung
  • Frühbehandlung Zunge-/Lippenfehlfunktionen
  • Testung Materialverträglichkeit bei Allergien
  • KFO-Implantat-Technik
  • Retainertechnik mit Langzeitgarantie
  • Erwachsenenbehandlung
  • Kiefergelenksbehandlung
  • Präprothetische Kieferorthopädie
  • Prächirurgische Kieferorthopädie

Weitere Schwerpunkte bilden u.a. auch die funktions-diagnostische Abklärung und Behandlung von Fehlfunktionen der Zunge und der Lippen. Dadurch lassen sich einerseits frühzeitig Fehlentwicklungen beheben bzw. vermeiden, andererseits begegnet man dadurch der Gefahr erneuter Zahnstellungsänderungen nach Abschluß der Behandlung.

Besondere Beachtung findet bei unseren Behandlungstechniken die Entlastung der Kiefergelenke und der Zahnwurzeln bzw. die Vermeidung jeglicher apparativen Technik, die zu einer funktionellen Überbelastung dieser Gewebsstrukturen führen könnte (z.B. Teleskop-/Scharniertechnik).

„Allergie-Disposition“ bzw Materialunverträglichkeiten sind heutzutage keine Seltenheit. Im Rahmen von individuellen Testverfahren bieten wir eine genaue Abklärung und Abstimmung der apparativen Technik auf die Bedürfnisse des Patienten.

Die heutzutage häufig angewandte „kieferorthopädische Mini-Implantattechnik“ kann eine Gefährdung bzw. Schädigung von Zahnwurzeln nicht vollständig ausschließen. Die bei unseren Behandlungen angewandte „KFO-Implantat-Technik“ garantiert die Unversehrtheit der Zahnwurzeln.

Bei Patienten, die am Ende einer kieferorthopädischen Behandlung noch nicht vollständig ausgewachsen sind, können die weitere Kieferwachstumsentwicklung und zusätzlich mögliche Press-und Knirsch-Verhaltensmuster erneute Zahnstellungsänderungen verursachen. Unter Berücksichtigung der individuellen Wachstumsentwicklung und Funktionsmuster kann unsere Behandlungstechnik eine Langzeitstabilität erreichen.
Nach erfolgter Zahnstellungskorrektur bei jugendlichen und erwachsenen Patienten bietet unsere linguale Langzeit-Retainertechnik eine Garantie für die Stabilität des Behandlungsergebnisses.

Durch die Gestaltung unserer Retainer und durch die bei uns angewandte Klebetechnik besitzt der Patient die Möglichkeit zur Verwendung von Zahnseide. Dadurch gewährleistet er eine dauerhaft korrekte Mundhygiene im Retainerbereich.

Zahnverluste bzw. fehlende, nicht angelegte Zähne führen auch im Erwachsenenalter zu dauerhaften Zahnverschiebungen mit Kaufunktionsstörungen und Kiefergelenksproblemen. Unsere spez. Kombination von festsitzenden und abnehmbaren Apparaturen kann auch bei erwachsenen Patienten ästhetische und funktionelle Zahnstellungskorrekturen durchführen.

Sind beim Zahnarzt prothetische Maßnahmen mit Brücken und Implantaten geplant, können im Rahmen einer präprothetischen kieferorthopädischen Behandlung die Voraussetzungen für die Prothetischen Maßnahmen optimiert werden. So können die eigenen Zähne länger erhalten werden und auch Brücken, Kronen und Implantate haben eine längere „Lebensdauer“!

Bei dysfunktionell oder traumabedingten Kiefergelenksproblemen bietet unsere Bionator-Behandlung eine schonende Therapie, die auch in Abstimmung mit orthopädischen und physiotherapeutischen Therapierkonzepten Anwendung findet.

Im Erwachsenenalter werden ausgeprägte Fehlbißlagen häufig mittels operativer kieferchirurgischer Behandlungsmethoden therapiert. Hierbei ist meist eine vorausgehende Korrektur der Zahnstellung erforderlich. Unsere prächirurgische kieferorthopädische Behandlungstechnik erlaubt eine individuelle Abstimmung auf die Anforderungen verschiedenster kieferchirurgischer Operationstechniken.

Können sich erwachsene Patienten mit entsprechenden Fehlbisslagen nicht für eine chirurgische Behandlung entscheiden, bietet unsere festsitzende Behandlungstechnik alternative Lösungen an.

Wussten Sie, dass…

bei rechtzeitigen, auf die Zahnfehlstellung individuell abgestimmten Behandlungen späterer Zahnverlust meist vermieden werden kann!

bei ausgeprägten Kieferwachstumsstörungen mit spez. Apparaturen (Standard Universität Zürich) häufig spätere Kieferoperationen vermieden werden können! (auch bei Erwachsenen-Behandlungen!)

Grundsätze unserer Behandlungen sind:

  • Berücksichtigung individueller Behandlungswünsche
  • Ausführliche und verständliche Informationen über Ursachen und Umfang der individuelle Zahnfehlstellung
  • Ausführliche und verständliche Informationen zu möglichen und sinnvollen Behandlungskonzeptionen
  • Vor Behandlungsbeginn: Umfassende Erläuterung der einzelnen Phasen der individuellen Behandlung und den erforderlichen / gewünschten Apparaturen
  • Im Behandlungsverlauf: ergänzende Informationen zum jeweils aktuellen Stand der Behandlung (z.B. im Rahmen eines diagnostischen Zwischenbefundes)
  • Behandlungsmaßnahmen werden ausschließlich durch Fachzahnärzte für Kieferorthopädie ausgeführt
  • Assistierende Betreuung durch freundliche und qualifizierte zahnmedizinische Fachkräfte
  • Keine „Herbstscharnierbehandlung“
  • zum Behandlungsabschluss: ausführliche Informationen bzgl. weiterem Kieferwachstumsverlauf, individuellen Risikofaktoren für Zähne und Kiefergelenke, Stand und Verlauf der Weisheitszahnentwicklung.
  • Empfehlungen zur Kiefergelenksprophylaxe